Flüchtlinge in der Turnhalle Barbarastraße

22.09.2015, 15:00 von Roberto Graf

Seit 13. September sind wieder 80 Flüchtlinge in der Notunterkunft - Turnhalle Barbarastraße. Wie es ihnen geht und die riesige Hilfsbereitschaft der anwohnenden Menschen wollen wir ihnen durch nachstehende Berichte, die dankenswerter Weise Pfarrer Markus Frohn verfasst hat, darlegen und täglich fortschreiben.

Unser Dank gilt auch dem Eilendorfer Bündnis für Integration, das maßgeblich zum Gelingen einer menschenwürdigen Erstversorgung der Flüchtlinge beiträgt.

Hallo Ihr Lieben,
Ihr macht eine SUPER ARBEIT!!!
Euch auf diesem Wege ein ganz, ganz herzliches DANKESCHÖN!!!
Liebe Grüße und in Gedanken bin ich bei Euch
Josef Gerets (24.09.2015)

Ihr Lieben,

24.09.2015

beiliegend schicke ich euch von Laila den frisch aktualisierten "Lehrerplan" für die Deutschstunden, die jetzt in einem Klassenraum stattfinden können.Es gibt immer noch unbesetzte Stellen. Also herzliche Einladung sich unter: fluechtlingsarbeit@st-josef-und-fronleichnam.de zu melden.
 
Ich selber komme soeben aus der Yunus-Emre-Moschee zurück. Habe um 7 Uhr an der Turnhalle die interessierten Flüchtlinge abholt und mitgenommen. Es waren sechs da, die mitgegangen sind. Ich hätte da schon mit mehr Beteiligung gerechnet. Dann sind wir herzlich begrüßt und willkommen geheißen worden durch Herrn Kol und durch die Gemeinde. Es waren ebenfalls Flüchtlinge aus der Körnerkaserne da, die wiederum von der katholischen Kirche in Forst (Richard Schmidt) betreut werden. Ein Dolmetscher hat die Ansprachen ins Arabische übersetzt. Herr Kol stellte in seiner Begrüßungsrede unter anderem mit sehr viel Wertschätzung dar, was wir von Seiten der Kirchen alles für die Flüchtlinge leisten und bot ebenso an, in Rahmen der Möglichkeiten von Seiten der Moscheengemeinde zu unterstützen. Hierzu gab es eine Einladung zu einem Essen um 13 Uhr am Samstag.
 
Danach durfte auch ich die versammelten Menschen begrüßen, habe meine herzlichsten Glückwünsche zum Opferfest auch im Namen von Pfr. Johnsen ausgesprochen und betont, dass wir als Glaubende an den einen und einzigen Gott und verbunden durch unseren Stammvater Abraham so viele Gemeinsamkeiten haben. An die Adresse der Flüchtlinge gerichtet war mir wichtig zu erwähnen, dass sich in unserem Land und in unserer Stadt Aachen die Religionen nicht gegenseitig bekämpfen, sondern sich gegenseitig wertschätzen und besuchen und zusammen einstehen für Frieden, Solidarität und Nächstenliebe.
 
Später kam auch OB Marcel Philipp dazu. Nachher bot sich die Gelegenheit mit ihm ein paar persönliche Gedanken zu wechseln. Ich habe angesprochen:
 
den Einsatz so vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer aus den Kirchen, dabei auch noch mal erwähnt, dass uns die Äußerungen damals von Hilde Scheidt in ihrem Artikel missfallen haben. Er gab mir recht, dass so eine pauschale Aussage nicht verbindet zum gemeinsamen Tun, sondern trennt und von daher unangebracht gewesen sei.
 
Angesprochen haben Herr Kol und ich die Tatsache, dass die vielen Ehrenamtlichen Multiplikatoren sind und dieses positive Echo auch in die Gesellschaft hineintragen und so negativen Stimmungen entgegen wirken können.
 
In Rothe Erde gibt es von Seiten der Eltern der Schule Barbarastraße Unmut. Einige Eltern kehren der Schule Barbarastraße den Rücken zu und melden ihre Kinder anderswo an. In Aussicht gestellt worden war ein separater Zugang zur Turnhalle für die Flüchtlinge. Informationen fließen nicht richtig. Das sind Infos, die ich aus erster Reihe von Herrn Strauß erfahren habe aus dem KiJu, der ebenfalls an der Schule mit der OGS tätig ist und damit ganz nah dran ist. Man befürchtet: Die Stadt Aachen lässt den Standort Barbarastraße "ausbluten", um ihn dann zu schließen. Das hat der OB allerdings nicht bestätigt, sondern darauf hingewiesen, dass einserseits die kleineren Standorte mit und mit wieder freigegeben werden, andererseits aber auch der Flüchtlingszustrom nach wie vor ungebrochen ist.
 
Zu diesem letzten Punkt möchte ich noch hinzufügen: Als vor Weihnachten die ersten Flüchtlingsfamilien die Turnhalle Barbarastraße wieder verlassen hatten, haben wir von Seiten der Kirche der Schule angeboten sie zu unterstützen, wenn es darum geht, für den Erhalt des Schulstandorts Barbarastraße einzutreten. Auf unser Angebot ist von Seiten der Schule nie etwas zurück gekommen.
 
Liebe UnterstützerInnen, Liebe Frau Vannahme,

meine Kollegin, Frau Marques-Ranke übergibt morgen die Spendengelder für Bücher, Schreibhefte … an Herrn Frohn. Dabei kann sie auch Kreide mitbringen, da  wir als Integrationskursträger davon reichlich haben!
Herzliche Grüße und vielen Dank für Euren Einsatz!
Heike

heute gibt es schon eine ganz frühe Rundmail. Werde jetzt gleich zur Turnhalle starten, wo wir (Hans Christian Johnsen und ich) die interessierten Flüchtlinge zum Gebet in die Moschee abholen. Heute ist Opferfest. Zum Mittag werden von Seiten der Bilhalmoschee zum Fest Süßigkeiten gebracht. Das habe ich gestern mit den Verantwortlichen vom DRK abgesprochen. Freitag vormittag gibt es dann noch mal eine Lieferung Obst aus der Stiftung Jürgen Kutsch. Gerne möchte ich euch eine Rückmelung von Anne Huppertz, die sie mir gestern abend geschickt hat, weitergeben:

zuerst einmal möchte ich feststellen, dass der zusätzliche Raum der Schule eine gute Sache ist. Wir, Eva Rahn u. ich, haben dort heute Nachmittag unsere 1. Deutsch-Stunde durchgeführt. Ich hatte für alle Teilnehmer (13) Kärtchen vorbereitet, auf die sie ihre Vornamen schreiben sollten, sowie auch auf eine "Anwesenheitsliste". Wir sind anhand des Buches vorgegangen, das Laila gestern an die Lernwilligen verteilt hatte. Die "Jungens", so nenn ich sie jetzt einfach mal, waren sehr wissbegierig, manche hatten noch Verständnisfragen, so dass wir zu manchen separat hingingen, und die Worte bzw. Zusammenhänge in einer kleinen Gruppe nochmal erklärt haben. Im Nachhinein stellten wir fest, dass 2 "Lehrer" für 13 "Schüler" zu wenig sind, wenn man bei manchen doppelt erklären muss. Es war aber auch so, dass einige, die mehr verstanden ihren "Kollegen" in ihrer Muttersprache Worte / Begriffe erklärt haben. Alles in allem war es sehr entspannt in dem "neuen" Raum. Anschließend an diesen Kurs habe ich noch "Einzelunterricht" erteilt - Französisch/Deutsch. Hat auch gut geklappt. (Was wir noch gebrauchen könnten, wäre Kreide, damit wir auch die Tafel mit einbeziehen können. Nach unserem Gruppen-Unterricht kam noch Herr Manfred Willms, um mit drei dunkelhäutigen "Jungens" ebenfalls Deutsch zu lernen. Bei der anschließenden Essensausgabe waren, wie bisher immer, genug Helferinnen da. Ich gehe mal davon aus, dass auch das, wie immer gut geklappt hat. Ich bin um 18:00 Uhr nach Hause gefahren, da ich von 14:30 an dort war.
Laila hatte noch mit dem Verantwortlichen des Roten Kreuzes gesprochen, Tom, und mit ihm so einiges abgesprochen, was alles kein Problem war. Er ist dankbar für unsere Hilfe und unterstützt unser "Vorgehen". Laila hatihm gesagt, dass sie die 1. Ansprechpartnerin bzgl. des Deutsch-Kurses sei.

Liebe Grüße
Anne

Laila hat einen "Lehrerplan" für die Deutschstunden, die jetzt in einem Klassenraum stattfinden können. Da gibt es noch unbesetzte Stellen. Also herzliche Einladung sich unter: fluechtlingsarbeit@st-josef-und-fronleichnam.de zu melden.

23.09.2015

zuerst kommt eine Nachricht von Laila zum Sprachkurs als Info an euch alle. Für die Herbstferien werden noch Springer gesucht:
 
Lieber Markus,
.... die Turnhalle, meine zweite Heimat .... :-)
heute abend war ich dort und habe gemeinsam mit Anne Huppertz, Eva rahn (hat bei der Essensausgabe geholfen + möchte jetzt gemeinsam mit Anne deutsch vermitteln) + zwei Flüchtlingen die Sparchlernhefte ausgegeben. Außerdem konnten sich die interessierten in die Listen eintragen .... im Nun waren sie voll und wir haben "drunter" noch Namen zugelassen.
Es wird zunächst fünf Kurse geben:
Dienstags, Mittwochs und Donnerstag nachmittags und Donnerstags nachmittags (15 bis 16 Uhr) und Mittwochs und Donnerstags abends (19 bis 20.30 Uhr).
Morgen fangen dann Anne und Eva an. Gerade hat sich ein ehemaliger Lehrer gemeldet, der ab kommenden Donnerstag nachmittags mitmacht und er hat sich gewünscht, morgen mal zu gucken, wie's läuft.
Ich wünsche mir, dass dir Lerngruppen möglichst kein bleiben (unter 10 Pers), damit sie viel davon haben ....
Wenn's klappt, wie's jettz gedacht und mit den Lehrenden besprochen ist, dann ist es eine prima Sache !

LG Laila
 
Ich kann euch von heute mittag berichten: Das Essen wurde erstmalig in einem Klassenraum (siehe Foto) ausgeteilt (der nächste zur Turnhalle). Damit kommt eine große Entspannung rein. Es lief wieder sehr gut. Auf mein Nachfragen hin bekam ich die Antwort, dass dieser Klassenraum (mit Tafel , Stühlen und Tischen ) auch als Aufenthaltsraum für die Flüchtlinge zur Verfügung steht. Anders gesagt: Man könnte den Deutschkurs auch sehr gut da stattfinden lassen!

22.09.2015

heute war ich mit Hanna und anderen Freiwilligen zum Frühstück eingeteilt. Hat soweit alles gut geklappt. Der Leitungswechsel auf Das DRK ist vollzogen und ich habe unsere Gruppe als ehrenamtliche Helfer/innen vorsestellt und von unseren Aktionen erzählt. Ansprechpartner als Leiter ist Herr Nowak, mit dabei vom DRK waren Herr Ahmed und Herr Einzmann (Achtung: hat Bubbelwasser getrunken ;-).) - Damit ich richtig verstanden werde: Mit Bubbelwasser ist gemeint: Er "mullt" sehr viel und sehr gerne, wie man in Aachen sagt. Auf Hochdeutsch übersetzt: Er kommuniziert sehr gerne. ;-)
 
Für uns wichtig sind jetzt künftig unsere Ansteckschilder, bitte tragen, damit die Verantwortelichen sehen, dass wir zum Mitarbeierteam gehören. Man möchte verhindern, dass jeder einfach so in die Turnhalle laufen kann. Wer noch Ansteckschilder mit unserem Logo braucht, ich habe noch welche hier.

21.09.2015

noch zwei tolle Rückmeldungen, die ich euch gerne weiterschicken möchte.
 
Die erste Mail ist von Anne, die von Ihrem Besuch berichtet:
 
Ich war heute, Montag, 21.09.15 um 17:45 da. Alles war gut - ein Teil spielte auf dem Aschenplatz Fussball, einige andere saßen draußen oder in den außenliegenden Toilettenräumen mit ihren Handys. Die Restlichen waren in der Halle. Obwohl ich eine Woche nicht da war, wurde ich wiedererkannt - hat mich gefreut. Alle waren sehr freundlich. Einer der
Bewohner kam auf mich zu und wollte, dass ich mit ihm deutsch lesen sollte. Im Verlauf kamen andere dazu, wir haben dann u.a. die unterschiedliche Aussprache der Sprachen englisch, französisch und deutsch bei gewissen Worten 'erarbeitet'. Hat Spass gemacht. Die Essensausgabe verlief auch reibungslos. Als ich dann gehen wollte, kam der Leiter der Übergangsunterkunft, so wie er sich selber bezeichnete, so dass ich noch kurz mit ihm sprechen konnte. Er fand es gut, dass Pfarrer Christian Johnson, der zwischenzeitlich auch gekommen war, und ich die 'Erkennungsschilder' des Bündnisses am Revers hatten. Er sagte, sie seien ja erst seit heute vor Ort, müssten sich auch zuerst noch einen Überblick verschaffen, es sehe aber so aus, dass bald niemand so einfach dort hinkommen könne, so dass sie einen besseren Durchblick hätten. Schon waren wir beim Thema, denn in der Zeit, in der wir dort waren, fiel mir auf, dass die Flüchtlinge nicht mehr ihre gelben Bänder trugen, so dass bei ständig wechselndem Personal niemand genau weiß, wer gehört hier hin und wer nicht. Das soll sich wieder ändern, und zwar indem jeder der Flüchtlinge eine ID-Karte bekommen soll und diese bei Eintritt auch zeigen soll. Die Kontrolle der Einkaufstüten klappt auch problemlos. Als einer der Flüchtlinge vom Einkaufen zurückkam und gebeten wurde, den Inhalt der Tüte zu zeigen, machte dieser das ohne Probleme. - also: läuft! Fazit, bis ich um 20:15 das Gelände verließ, hatte zwischenzeitlich der Security-Dienst gewechselt (Nachtschicht bis morgen früh 8:00) und alles war ruhig. Wenn es so bleibt und DRK sich 'eingearbeitet' hat, können wir zufrieden sein.
Schönen Abend noch und lieben Gruß Anne
 
Die zweite Mail ist von Laila, die über die weiteren Fortschritte fürs Deutschlernen berichtet:
Ich hoffe sehr, dass das DRK zuläßt, dass "wir" auch zukünftig die Flüchtlinge besuchen und vor allem, dass die Sprachkurse stattfinden können. Ich habe vor, morgen am späten nachmittag mal dorthin zu gehen und die DRK-Verantwortlichen hierüber zu informieren.
Bisher haben sich fünf Lehrende gemeldet: jipiyeehh! Zwei sind noch "in der pipeline" .... bisher. So können mehr oder weniger alle, die sich bisher fürs Deutsch-lernen interessiert haben, teilnehmen. Sollte es mehr Lehr-willige geben, können die Kurse kleiner werden oder aber zwei Lehrende einen Kurs gemeinsam geben. .....
Frank wird noch 60 Hefte (4,50 x 60 = 270,--) mitbringen - dann sind das insgesamt 75. Denn es scheint mir auch wichtig, dass die Lehrenden ein Exemplar haben um sich vorbereiten zu können. Ich werde mal sehen, ob ich noch irgendwo Schreibblocks oder -hefte "abstauben" kann .... falls Du da eine Idee hast: gerne !
Als "Struktur" habe ich mir folgendes überlegt:
- jeder Flüchtling der möchte, sollte die Gelegenheit zur Teilname bekommen - je mehr Lehrende, je kleiner die Kurse
- jeder Flüchtling (und Lehrende) bekommt ein Lernheft (wird namentlich in einer Liste notiert)
- Per Aushang werden die Kurse zusammengestellt (Flüchtlinge tragen sich selbst ein, dann können sie auch wählen mit wem sie gerne zusammen lernen wollen)
- in jeder Unterrichtseinheit wird eine Teilnehmerliste rundgereicht mit dem besprochene Thema - dann kann auch bei Lehrer-Wechsel auf die Inhalte aufgebaut/wiederholt werden.
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eine Mail von Herrn Große-Puppendahl, die ich gerne weitergeben möchte:
Liebe Helferinnen und Helfer,
hiermit teile ich Ihnen zur Information mit, dass ab heute, den 21.09.15, das "Deutsche Rote Kreuz" die Leitung für die Turnhalle Barbarastraße übernommen hat. Aber der Dienstplan für die eingeteilten Helferinnen und Helfer bleibt bis zum 30.09.15 weiterhin bestehen. Das heißt, dass Sie Ihre geplanten Dienste auf jeden Fall ausführen können. In der Anlage füge ich Ihnen den Dienstplan für die Essensausgabe in der Barbarastraße nochmals bei.Den Zeitraum über den 30.09.15 hinaus übernimmt das Deutsche Rote Kreuz dann komplett.Ein riesengroßes Dankeschön für Ihre Hilfe und die perfekt funktionierende Zusammenarbeit mit Ihnen!!!
Mit freundlichen Grüßen
Stadt Aachen
- Aachen hilft Flüchtlingen -
Im Auftrag
Jürgen Große-Puppendahl
Tel.: 0241/432-7713
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21.09.2015 (morgens)

komme gerade vom Frühstückausgeben zurück. Nachdem gestern die Stimmung unter zwei Nationalitäten angespannt war, aber auch gestern wieder bereinigt werden konnte, ist es heute ruhig. Wenn alle schlafen, sehen aber auch alle so "brav" aus. ;-). Es waren wieder genügend Leute zum Helfen da. Der Essenplan reicht ja noch bis zum 30. September und ist voll besetzt.
Dann ist zur Stunde der Leitungswechsel im Gange. Die Leitung der Turnhalle Barbarastraße geht jetzt von der Stadt auf das DRK über. Ich denke, da es ist wichtig, unser Engagement zu beschreiben und umeinander zu wissen.
Von Heike Keßler-Wiertz (Werkstatt der Kulturen, Nadelfabrik) habe ich heute früh eine Mail bekommen, die ich gerne in Auszügen hier hinein kopieren möchte:
Am Freitag Abend hat der interreligiöse Stadtspaziergang stattgefunden. Dabei habe ich u.a. die Situation der Flüchtlinge in der Barbarstraße dargestellt. Die Gelegenheit habe ich auch genutzt (es waren ca. 50 TN da), um Spenden zum Anschaffen von Deutschbüchern zu werben.
Es kamen 143,-€ zusammen. Dieses Geld würde ich Ihnen dafür gerne zur Verfügung  stellen.
Herzlichen Dank dafür! Da wir Lernhefte für alle interessierten Deutschlerner anschaffen möchten (und das sind die meisten), ist das eine gute Investition.
Habe gesehen, dass Said Achamani die beiden Plakate (Einladung zum Opferfest am Donnerstag in die Moschee und Einladung zur Messe am Sonntag) ins arabische übersetzt hat und aushängen.

20.09.2015

hier kommen wieder Rückmeldungen von heute:
Gottesdienst in St. Barbara: Gestern habe ich die Christen zur Messe um 9 Uhr nach St. Barbara eingeladen. Und siehe da: Heute früh um 9 Uhr waren tatsächlich 6 Flüchlinge bei der Messe. Diese habe ich mit Englisch und Französich begrüßt und haben von den Gottesdienstteilnehmern zuerst mal einen Applaus bekommen. Zum Schluss noch eine sehr schöne Geste: Einer der Flüchtlinge erzähle mir auf englsich, dass er aus einer Region komme, in der auch aramäisch gesprochen werde, also die Sprache Jesu und er wolle gerne am Ende des Gottesdienstes "Danke" auf aramäisch sagen. Das hat er dann auch getan und es war einfach sehr schön, auch wenn wir nichts verstehen konnten. :-) Die Gesten sprechen für sich.
Dann kann auch Laila einiges berichten vom ersten Deutschunterricht: Ich kopiere ihre Mail hier mit rein.
Lieber Markus,
da Britta gestern eher zufällig erwähnte, dass sie gerne mit den "Jungs in der Barbarastraße" gerne ein bischen Deutsch üben würde, aber keine Anleitung (= Lerneft o. ä.) hätte, habe ich ihr zugesagt, heute mittag, 13 Uhr mit den bisher vorhandenen Lernheften zu kommen. es waren sehr interessierte Schüler mit Britta und Halice gute 1 1/2 Std mit den ersten Kapiteln beschäftigt. Die anderen Ehrenamtlichen, die das Essen ausgaben, fanden es "ein schönes, friedliches" Bild .... Für die anderen 50 Interessierten werde ich dann noch Lernhefte "ordern".

19.09.2015

komme frisch von der Turnhalle zurück. Die Essenausgabe heute mittag war gut besetzt, so dass ich die Zeit nutzen konnte, um ein wenig mehr mit Herrn Aschamani zu reden. Ebenfalls war auch wieder die Ärztin Frau Dr. Fischer da mit Untersuchungen und Verschreibung von Medikamenten.
Habe auch mit ihr gesprochen. Sie ist seit einigen Jahren nicht mehr aktiv (war im Klinikum tätig) und hat sich fortan bei "Ärzte ohne Grenzen" engagiert. Jetzt hilft sie hier mit über die Vermittlung des Sozialamtes. Sie sagte mir, dass ab Montag das Rote Kreuz die medizinische Betreuung übernehme. Laila hatte das ja auch schon angedeutet.
Im Gespräch mit Herrn Aschamani habe ich erfahren, dass eine kleine Gruppe von 10 Flüchtlingen Christen sind. Habe mich den Christen vorgestellt (mittels Übersetzung durch Herrn Aschamani) und gleichzeitig eine Einladung zur Messe am Sonntag nach St. Barbara ausgesprochen. Ebenso habe ich auch nochmal die Einladung von Seiten der Yunus-Emre-Moschee weitergegen für Donnerstag zum Opferfest. Hierzu habe ich am Rechner schnell zwei Plakate (siehe Anhang) gezaubert, die Herr Aschamani ins Arabische übertragen und aushängen will.
Wie ich gerade ging, waren die Männer fleißig dabei zu kehren und für Sauberkeit zu sorgen.

18.09.2015

heute war ich ab 12 Uhr in der Barbarastraße und habe noch beim Essenausteilen mitgeholfen, da nur drei da waren. Und wieder eine Menge Informationen gesammelt, die ich gerne an euch weitergeben möchte. Von der Stadt habe ich den Dienstplan bekommen, wer wann beim Essensausteilen eingeplant ist. Den schicke ich zur Info an alle mit. Jede Mahlzeit wird - wie ihr seht - mit vier Leuten besetzt.
Thema religiöses Angebot: Habe heute vormittag mit Herrn Kol, dem Vorsitzdenden der Yunus-Emre-Moschee in der Stolberger Str. telefoniert. Kommenden Donnerstag ist Opferfest. Die interessierten muslim. Männer sind dazu herzlich eingeladen. Ich werde um 7 Uhr in der früh an der Turnhalle sein und alle Interessierten zu Fuß zur Moschee mitnehmen. Gegen 7.30 Uhr werden alle Gäste erwartet und um 8:05 Uhr beginnt dann die Zeremonie. Ist doch auch mal eine Schlagzeile in der Zeitung wert: "Katholischer Pfarrer begleitet Flüchtlinge zum Gebet am Opferfest in die Moschee." :-) Der Hausmeister Herr Aschamani wird eine Liste erstellen, so dass wir wissen, wieviele Leute mitwollen. Das Frühstück kann dann um diese Anzahl reduziert werden. In der Mittagszeit war aus dem Vorstand der Moscheengemeinde auch Herr Yildiz da und hat die Männer zum Freitagsgebet eingeladen.
Thema Kleiderspenden: Karl Weber kümmert sich um den ganzen Bereich Kleiderspenden und Kleiderkammer. Bitte keine Kleidung direkt an der Turnhalle abgeben, diese dürfen aus hygienischen und Brandschutz-Gründen nicht angenommen werden. Sinnvoll wäre, einen Ort in der Nähe zu haben und dorthin die Flüchtlinge zu begleiten. Karl Weber wird uns hierüber auf dem Laufenden halten.
Thema Deutschstunde: Hier gibt es neue Infos von Laila Vannahme, die diesen Bereich verantwortlich übernommen hat. Laila schreibt:
Im KiJu ist Raum von diensags bis freitags von 15 - 16 Uhr und von mittwochs bis freitags von 18 bis 21 Uhr. Für diese Zeitfenster suchen wir Menschen, die anhand eines erprobten, vorhandenen Übungsbuches deutsche Alltagssituationen besprechen, üben .... Einer der auch arabisch sprechenden Security-Männer hatte heute mittag mitbekommen, dass ich zu Planung am "Bedarf" interessiert sei: er hat mir heute abend schon eine Liste mit 67 Interessenten gezeigt :-) Du siehst also, je mehr Lehrende sich melden, je mehr Barbaraianer profitieren.
Hr. Winterscheidt hatte ich heute mittag über die Idee und das (hoffentlich organisierbare) Angebot informiert. Ab Montag soll entweder DRK oder die Malteser die Betreuung übernehmen. Dann müßte das nochmal jemand "kundtun". Eben bei der Essenausgabe haben wir schonmal geübt: "ich möchte Reis", "ich möchte Reis mit Soße", "ich bin satt" ..... wir alle hatten Spaß dabei !!!!!!
Thema Internet: Eine Info, die heute über Matthias Lürkens zu uns gekommen ist:
Hallo Matthias, wir sind aktuell dabei mehrere Unterkünfte mit WLAN zu versorgen. Durch einen sehr guten Kontakt zur Stadt Aachen haben wir die Möglichkeit im Prinzip alle Unterkünfte in städtischer Hand zu versorgen. Die Barbarastraße 3 wird am 28.09.2015 einen DSL-Anschluss erhalten und anschließend beginnen wir mit der Versorgung per Freifunk.

17.09.2015

Thema Deutschstunde: heute werden wir sicherlich eine genaue Zeitangabe aus dem KiJu von Herrn Brandter und Herrn Strauß bekommen, wann (täglich?) eine Deutschstunde möglich ist. Man bedenke, der normale Kinder- und Jugendtreff läuft ja auch im Haus. Ich vermute mal, es wird sich um eine Stunde so im Zeitfenster von 15 bis 18 Uhr bewegen. Ab 18 Uhr ist ja Abendessen in der Turnhalle. Was stellen wir uns nun mit der Deutschstunde genau vor? Hierzu hat Laila zusammengefasst, um was es gehen soll:
dass sich gerne die freiwilligen Lehrenden auf der neuen email-Adresse melden können. Dann würde ich Kontakt aufnehmen und die Modalitäten absprechen .... (möglichst niedrig-schwellig, damit es losgehen kann) Es sollte klar sein, dass es um Alltagsdeutsch geht und nicht um die Vorbereitung auf den Sprachtest ! d.h. auch, dass Menschen, die nicht (latein) schreiben können, keinen Alphabetisierungskurs bekommen, sondern lernen, sich verbal in deutsch zu verständigen. (d.h. nicht, dass sie nicht auch schreiben üben können - aber das ist nicht das primäre Ziel)
Das Lernheft läßt es durchaus zu, dass man sich die Reihenfolge der Übungen selbst zusammenstellt - die "Lehrenden" sollten lediglich untereinander eine gute Kommunikation finden, damit die einzelnen Übungen aufeinander aufbauen ....
 
Die neue Email-Adresse, bei der sich die freiwillig Lehrenden melden können, ist: fluechtlingsarbeit@st-josef-und-fronleichnam.de. Alles andere an Hilfsangeboten bitte weiter über helfen@mail.aachen.de.
 
Herzlich willkommen im Verteiler: Herr Kol, der Vorsitzende der Yunsu Emre Moschee, hat gebeten auch in den Verteiler aufgenommen zu werden. Das freut uns sehr! Da vermutlich die meisten der 80 Männer Muslime sind, ist das eine gute Möglichkeit, weitere (vielleicht auch religiöse) Angebote zu machen. Herr Kol schreibt: Wir werden am Wochenende im Vostand darüber beraten, wo wir mit helfen können. Ebenso habe ich im Sinne der Vernetzung auch unsere beiden Pfarrbüros in St. Severin und ich Aachen-Ost mit aufgenommen.
 
Thema Spenden: In den letzen Tagen bin ich immer wieder gefragt worden, wohin man Geldspenden überweisen kann. Da gibt es natürlich zahlreiche Möglichkeiten. Eine bekannte Adresse ist die Aktion "Menschen helfen Menschen" der Zeitung. Selber haben wir auch ein Spendenkonto, aus dem wir Ausgaben begleichen können, die die Helfer/innen natürlich nicht aus privater Tasche bezahlen müssen, wenn was zu besorgen ist. Wir stellen auch gerne eine Spendenbescheinigung aus, wenn wir die Adresse des Spenders mitgeteilt bekommen. Die Bankverbindung ist:
 
St. Josef und Fronleichnam
IBAN DE26 370 601 93 100 1015 113
Verwendungszweck: Spende Flüchtlinge
Pax-Bank, BIC GENODED1PAX
 
Mit Nahrung und Hygieneartikel sind die Männer gut versorgt. Zusätzlich erhält jeder ein wöchentliches Taschengeld von 30 Euro. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die Stifung Jürgen Kutsch, der Obst und Gemüse im Wert von 100 Euro zur Verfügung stellt. Dieses wird kommenden Freitag (1. Hälfte) und eine Woche später (2. Hälfte) vormittags vorbeigebracht.
 
Da Samstage und Sonntage für mich als Seelsorger mit allen Gottesdiensten, Vorbereitungen, Taufen, Trauungen, Krankenbesuchen, Gesprächsangeboten ganz normale Arbeitstage sind und ich nicht 7 Tage die Woche durcharbeiten kann und möchte, bin ich heute, am Donnnerstag nicht im Rennen. Vielleicht kann jemand anderes aus unserem Verteiler, der heute in der Turnhalle ist, einen kleinen Bericht schreiben?

16.09.2015

unser Verteiler hat sich wieder ein klein wenig erweitert. Vielen Dank für das Interesse. Ich komme gerade von der Turnhalle zurück. Die Essenausgabe lief gut und es waren ausreichend Helfer/innen dabei. Ganz herzlichen Dank an das Eilendorfer Bündnis für die Liste mit den vielen Freiwilligen, die mit einsteigen möchten. Das ist klasse!!!! Habe diese Liste an helfen@mail.aachen.de weitergeben und von dort schon eine sehr positive Rückmeldung bekommen. Man wird sich dann bei den einzelnen Helfer/innen melden und die Essensdienste zuteilen. Laila hat gestern mit einem Flüchtling "Frisörbedarf" eingekauft, so dass dieser jetzt den anderen die Haare schneiden kann. Vielen Dank, Laila!
 
Solltet ihr Ausgaben haben, bitte mit Quittung oder Ausgabeleg zu mir. Wir haben Spenden bzw. einen Fundus, den wir für diesen Zweck nutzen sollten.
 
Bei meiner Ankuft an der Turnhalle war Polizei da (der örtliche Dorfsherriff), nicht weil etwas passiert wäre, sondern um einfach Präsenz zu zeigen, wie er mir sagte. Finde ich gut.
 
Thema Kleidung: Bitte keine Kleidung hinbringen. Da gibt es hygienische (Kleidung darf nicht gelagert werden, wo Essen ist) und brandtechnische Gründe, dass das untersagt ist, wie ich heute erst erfahren habe. Besser ist, diese an Kleiderkammern abzugeben und dann mit einer Hand voll Flüchtlingen dahin zu begleiten, z.B. zum Sozialdienst in unmittelbarer Nähe in der Weißwasserstraße 5. Hier werden also Freiwillige gesucht, die kleine Gruppen von fünf Leuten dorthein begleiten. Beste Zeit dafür ist nach dem Essen, also so gegen 14.30 Uhr. Es gibt Flüchtlinge, die laufen nur mit FlipFlops rum.
 
Thema Deutschunterricht: Eine Zahl von Flüchtlingen würde gerne etwas deutsch lernen. Hierzu hat Laila 15 Lernhefte geordert. Herr Brandtner, ist es möglich, diesen "Unterricht" im KiJu anzubieten? Welche Zeiten passen dafür im Haus? Wenn das klappt, suchen wir Freiwillige, die die Deutschstunde leiten würden. Hierzu muss man nicht Deutschlehrer sein, sondern mit Hilfe des Heftes einfach der deutschen Sprache mächtig sein.
 
Thema Gesundheit: Wie ich die Turnhalle verließ, kam eine Ärztin, die bestellt worden war für die Untersuchung der erkrankten Flüchtlinge. So weit aus meiner Sicht.

15.09.2015

heute früh habe ich beim Frühstückausteilen geholfen. Ebenso waren von uns Josef und Hanna dabei. Diesmal waren genug Leute zur Stelle. Es zeigt sich, dass es wichtig ist, aus den Erfahrungen der anderen zu schöpfen. Gut, wenn dann einige Personen als "Konstanten" regelmäßig mithelfen und den Neuanfängern dann sagen können, wie was geplant ist. Sonst arbeitet die Gruppe nach eigenem Ermessen. Brötchen schon fertig schmieren oder Buffet und alles anreichen, so dass die Menschen sich die Brote selber schmieren können, war heute früh die Frage. Halice und Laila habe ich auch kurz gesprochen. Hanna hat angeboten täglich beim Frühstück dabei zu sein. Dafür Dir liebe Hanna, obwohl Du jetzt Studienwoche hast, ein ganz dickes Dankeschön! Es ist toll, wie sehr ihr alle engagiert seid.
 
Leider ist die medizinische Versorgung der erkrankten Flüchtlinge nicht so ideal. Ein Arzt könnte mal vorbei schauen. Josef hat über die Malteser darauf aufmerksam gemacht.
 
Dann noch etwas sehr ernüchterndes: Einge der Flüchtlinge haben wohl zu viel Alkohol getrunken und es gab in der Nacht Randale untereinander, so dass die Polizei durch den Sicherheitsdienst gerufen werden musste. Die Aufsicht wird jetzt eine Kontrolle der eingekauften Gegenstände beim Eingang der Turnhalle durchführen und ein Verbot für Alkohol in der Turnhalle aussprechen.

14.09.2015

habe jetzt am Wochenende mit Pfr. Gregor Huben gemailt, der zur Zeit in Urlaub ist. Er schrieb mir: "Das veranlasst mich Euch für die evtl. ankommenden Flüchtlinge in der Turnhalle Barbarastraße erst einmal 1.000,- € als Notfallhilfe im Dringlichkeitsfall zur Verfügung zu stellen."
 
Ich weiß, dass viele von euch gestern schon so einige Dinge (Zigaretten, Handykarten, Zwischenmahlzeiten, etc.) bezahlt haben aus privater Tasche. Und es wird sicher noch weitere Ausgaben geben (Friseurartikel, ...). Ich möchte euch bitten, mir die Quittungen zu geben oder mir einen Ausgabebeleg zu schreiben (wenn keine Quittung vorhanden ist). Werde dann eure Kosten ersetzen und sie später aus dem Topf von Pfr. Huben abrechnen.

13.09.2015

Karl Weber hat den Tag an der Turnhalle Barbarastraße heute gut zusammengefasst und darum möchte ich euch seine Mail weiterreichen. An dieser Stelle möchte ich allen danken, die heute mittag schon bei der Essensausgabe (Gabriele) und dann ab 15.30 Uhr mit dabei waren und geholfen haben, wo es gerade nötig war. Wer ab nachmittags alles da war, hat Karl Weber unten in der Mail erwähnt. Hinzukommen noch Rolf Berard und Jakob Weber. Viele waren bis zum späten Abend da. Euch allen herzlichen Dank.
 
Ulrike Hartmann vom Kommunalen Integrationszentrum hat die Koordination übernommen. Es gab auch eine Begegnung mit Frau Knabe von der Stadt Aachen, die ja schon im Dezember mit vor Ort war. Für die Helferinnen und Helfer des medizinischen Dienstes haben wir die Toiletten im KiJu zur Verfügung gestellt. Herrn Brandter als Einrichtungsleiter habe ich nachträglich hierüber informiert. Ich kann die Worte von Karl Weber nur nochmal wiederholen, wenn er schreibt: "Die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen einen großartigen Job. Wir können sie derzeit vor allem mit unserer Geduld unterstützen und sie mit der Einhaltung von klaren Zugangswegen entlasten."

Liebe Freundinnen und Freunde des Bündnisses,

heute nachmittag hatte Pfarrer Frohn informiert, dass die Turnhalle in der Barbara-Straße in der Nacht zum Sonntag mit Flüchtlingen belegt wurde. Eigentlich war für das Wochenende keine Belegung mehr geplant. Die Stadt Aachen ist in der Nacht zum Sonntag  selbst von der Bezirksregierung in Köln von der Unterbringung überrascht worden. Näheres könnt Ihr morgen der Presse entnehmen.  

Für  15.30 Uhr hatte Markus Frohn zu einer kurzen spontanen Vorstellung bei den Verantwortlichen bei der Stadt eingeladen. Derzeit sind ca. 80 Flüchtlinge vor Ort untergebracht, ausschließlich Männer. Es zeigte sich dann heute nachmittag vor Ort, dass die Verantwortliche der Stadt akut ehrenamtliche Helferinnen und Helfer,  insbesondere für die Übersetzung, für eine „Zwischenessensausgabe“ und Botengänge – und Fahrten benötigte. Peter und Angelika Quadflieg stellten sich spontan als Übersetzer zur Verfügung, Anne Huppertz und Gert Kipp waren zusammen mit den Hanna Liffers und Halice und Laila Vannahme von der GdG Aachen-Ost am Nachmittag und frühen Abend für die Essensausgabe vor Ort tätig. Von Seiten der Stadt wurde (Frau Knabe) die absolute Ausnahmesituation wg. der späten Information durch die Bezirksregierung Köln verdeutlicht. Ab morgen wird das von der Stadt Aachen organisierte ehrenamtliche Hilfsangebot greifen.

Weiterhin sucht die Stadt aber ehrenamtliche Helfer für Essensausgaben und Dolmetscher – bitte tragt Euch online unter http://aachen.de/DE/stadt_buerger/gesellschaft_soziales/ehrenamt/aktuelles/hilfe_fluechtlinge.html ein. Bitte nicht die Einrichtung selber anfahren und habt bitte ebenso Verständnis, wenn Ihr nicht sofort durch die Stadt kontaktiert werdet. Die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen einen großartigen Job. Wir können sie derzeit vor allem mit unserer Geduld unterstützen und sie mit der Einhaltung  von klaren Zugangswegen entlasten. Wir haben vom Eilendorfer Bündnis Pfarrer Frohn als Kontaktmann in der Turnhalle zu uns als Bündnis benannt. Er wird sich über uns Sprecher melden, wenn über die Aufrufe der Stadt Aachen hinaus konkrete akute Hilfsangebote notwendig sind.

Dies als erste Information: Wir treffen uns am Dienstag um 20.00 Uhr im Pfarrheim in der Severinstraße.

Herzliche Grüße

Euer

Karl Weber

habe eben mit Laila ausgemacht, dass wir uns heute, am Sonntag, um 15.30 Uhr an der Turnhalle Barbarastraße treffen und dann den Flüchtlingen ein "welcome" sagen wollen. Wer Zeit hat und sich anschließen möchte herzlich gerne.
 
eben vor der Messe in St. Barbara war ich an der Turnhalle. Die Flüchtlinge sind diese Nacht angekommen und schlafen zur Stunde noch. Vor der Turnhalle Barbarastraße sind die Malteser bereit und versorgen die Menschen jetzt gleich mit dem Nötigsten: Heiße Getränke und was zu essen.
 
In den Gottesdiensten unserer GdG appellieren wir jetzt am Wochenende, sich bei der Ausgabe der Essen morgens, mittags und abends zu beteiligen und sich als Helfer bei der Stadt Aachen unter helfen@mail.aachen.de zu melden.
 
Liebe Grüße
Markus Frohn

GdG Aachen-Ost/ Eilendorf
Leipziger Straße 19
52068 Aachen

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