TANDEMmia – Ehrenamtlicher Besuchsdienst für Seniorinnen und Senioren feiert erstes Sommerfest

08.07.2014, 11:59 von Roberto Graf

Schirmherrin Ulla Schmidt übergibt Sportbänder zur Sturzprophylaxe.

Diakonisches Werk im Kirchenkreis Aachen e. V. und gewoge AG feiern gelungenes Miteinander des von der Glücksspirale geförderten Projektes.

50 Personen waren der Einladung zum Sommerfest am Sonntag, den 22.06.2014 in der Nadelfabrik von gewoge AG und Diakonischem Werk im Kirchenkreis Aachen e. V. gefolgt.

Vor einem Jahr wurde die Kooperation zwischen den beiden Trägern besiegelt, um gemeinsam mit dem Projekt TANDEMmia Aachener Seniorinnen und Senioren, die alleine zu Hause leben und zumeist in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, zu unterstützen.

Der ehrenamtliche Besuchsdienst basiert auf der Idee eines Tandems. In diesem Fall bedeutet das, Ehrenamtliche und ältere Menschen miteinander in Kontakt bringen. Durch regelmäßige Besuche wird die Teilhabe der Senioren am gesellschaftlichen Leben gefördert und der Alltag in den eigenen vier Wänden bereichert mit dem Ziel, dass die Senioren und Seniorinnen möglichst lange zuhause wohnen bleiben können. Die Aktivitäten während des Besuchs sind vielfältig und reichen von spazieren gehen über vorlesen, Gespräche führen, Karten spielen bis hin zur Unterstützung beim Einkaufen.

Marion Timm, Vorstand des Diakonischen Werk im Kirchenkreis Aachen e. V., eröffnete das Fest mit Blick auf die Entwicklung des Projektes und seine derzeitigen Erfolge: 70 Aachener Bürgerinnen und Bürger haben bereits mit der Projektleiterin Linde Gärtner Kontakt aufgenommen, 24 Tandems gibt es, die sich gegenseitig bereichern, denn auch für die Ehrenamtlichen ist es eine Tätigkeit, die sie als sinnstiftend erfahren. Reno Schütt, Prokurist bei der gewoge AG, benutzte das Bild des Tandems, um das Projekt aus seiner Sicht als innovativ und bereichernd zu beschreiben.

Höhepunkt des Festes war das Grußwort der Schirmherrin Ulla Schmidt. Die derzeitige Bundestagsvizepräsidentin betonte, dass sie sich gerne als Schirmherrin für das Projekt TANDEMmia engagiere, „da es ein gelungenes Beispiel praktizierter Nachbarschaftlicher Selbsthilfe ist“. Vor allem die Sturzprophylaxe, die Linde Gärtner bei den Seniorinnen und Senioren zuhause anregt, findet sie als ehemalige Gesundheitsministerin unterstützenswert. Dafür hatte sie bei der AOK Sportbänder organisiert, die nun an die Projektleitung übergeben wurden. „Erschreckend ist mit fast 70% die Zahl der Stürze bei Hochaltrigen“, so Linde Gärtner, „da möchten wir gerne vorbeugend tätig werden bei unseren Seniorinnen und Senioren“.

Für Ulla Schmidts Engagement bedankte sich Heike Keßler-Wiertz, Leiterin der Werkstatt der Kulturen, bei der das Projekt TANDEMmia angesiedelt ist, symbolisch durch Überreichen eines von allen Teilnehmenden unterschriebenen Regenschirms. Anschließend wurde bei Kaffee und Kuchen, um-rahmt von vielen Volksliedern die die Senioren mit Begeisterung mitsangen, weiter gefeiert.

tl_files/aachenpost/content/Bilder/WdK/Tandemmia.jpg  Linde Gärtner (Projektleiterin TANDEMmia)
               und
  Heidrun König (Soziales Management gewoge AG)

 

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