Schau mal - Ein Schaufenster!

04.11.2011, 17:35 von Roberto Graf

Am 22. Oktober war es soweit: Eine fünfköpfige Jury startete um 13 Uhr zum dreistündigen Rundgang durch das Ostviertel. Ihre Ziele waren die 13 neu gestalteten Schaufenster in der Elsassstraße und am Adalbertsteinweg. Diese galt es zu bewerten und prämieren. Unter dem Titel "Schaufensterschau - Das schönste Schaufenster in AachenOst“ hatten die Designer 6 Wochen Zeit, sich ein Konzept für ihr per Losverfahren zugeteiltes Schaufenster zu überlegen und umzusetzen. In der letzten Septemberwoche wurden die Konzepte realisiert und nun prämiert.

Bei diesem Projekt handelt es sich um einen Kooperation zwischen der Wirtschaftsförderung Aachen Ost und der Designmetropole Aachen. Ziel der Wirtschaftsförderung Aachen Ost war es mit diesem Projekt auf die bunte Vielfalt der Einkaufsmöglichkeiten im Viertel hinzuweisen, die Bürger in das Viertel locken und die Designer bekannter zu machen.

Die abwechselungsreichen und grundverschiedenen eingereichten Konzepte der Designer waren so spannend, dass es den Jurymitgliedern schwer fiel, eine Entscheidung zu treffen. So landeten Andrea Claessen und Christian Berens gemeinsam auf dem 2. Platz. Den 1. Platz belegte Jürgen Reichert mit seiner Unterwasserwelt: Beleuchtete Quallen aus Silikon schmückten das Damenmodegschäft Inci auf dem Adalbertsteinweg. Sie hingen von der Decke oder an den Schaufensterpuppen und boten vor allem nachts ein mystisches Bild. Claessen hingegen gestaltete einen sehr grafischen Entwurf eines „Gartens der lebendigen Farben“ in einer Änderungsschneiderei, deren Besitzer den Entwurf auch gerne behalten möchte. Ganz anders Christian Berens. Sein Entwurf für den Schwimmbad-Ausrüsterladen auf dem Adalbertsteinweg irritiert auf den ersten Blick: Schwebende Fische in einem Vogelkäfig, Rasenflächen fließen aus einem Wasserhahn und die Taucherin aus Schaumstoff entspricht so gar nicht dem gängigen Schönheitsideal. Die Geschäftsinhaber sind aber von dem Konzept begeistert, da viele Menschen aufgrund der „Hässlichkeit“ vor dem Schaufenster stehen geblieben sind und diskutiert haben.

Lesen Sie hierzu auch den Bericht aus den Aachener Nachrichten vom 25.10.2011.

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